Heizen mit Biomasse

18.04.2013

Heizen mit Holz

Heizen mit Holz ist Heizen im Kreislauf der Natur. Richtig verwendet, ist Holz ein umweltgerechter Brennstoff. Mit (gut aufbereitetem) Holz aus Ihrer Region, einer modernen Feuerstätte und einer sachgerechten Handhabung können Sie dazu beitragen, dass Ihr Holzofen oder Holzkessel für behagliche Wärme sorgt und die Umwelt nicht belastet.

 

Die Verbrennung von Holz ist nahezu Kohlendioxidneutral, da hierbei nur so viel CO2 entsteht, wie vorher während des Wachstums vom Holz aus der Atmosphäre entnommen wurde.

Bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder steht mit dem Brennstoff Holz eine unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung.
Zusätzlich bleibt bei dieser Energieform die Wertschöpfung in der Region.

 

Kreislauf durch CO2-neutrale Verbrennung


Unter der festen Biomasse versteht man Stückholz, Holzpellets, Holzbriketts, Hackschnitzel, Strohpellets u.a.

Für den Ofenbau wesentliche Biomasse sind Stückholz, Holzbriketts und Holzpellets. Bei der Verbrennung dieser Biomasse laufen biochemischen Prozesse ab. Die Verbrennung ist eine rasche, unter Flammenbildung verlaufende Oxidation von Stoffen. Wenn Holz verbrennt, vereinigt sich Sauerstoff aus der Luft mit Kohlenstoff und Wasserstoff aus dem Holz.

Dabei wird Energie als Wärme und Licht abgegeben. Die Produkte einer vollständigen Verbrennung sind im Idealfall nur Kohlendioxid, Asche ? gebildet überwiegend aus den mineralischen Holzbestandteilen und Wasser.

Der Verbrennungsvorgang lässt sich bei festen Brennstoffen grob in drei Phasen einteilen:

In der ersten Phase, der Erwärmung und Trocknung, verdampfen das im Brennstoff gespeicherte Wasser und sonstige leicht flüchtige Stoffe.

In der zweiten Phase, der Pyrolyse, zersetzt sich der Brennstoff bei Temperaturen ab etwa 150 °C. Dabei entsteht ein Gasgemisch, das - neben anderen Verbindungen - auch Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe enthält.

Daneben bilden sich Öle und Teere, die sich bei höheren Temperaturen weiter zersetzen. Ab einer Temperatur von etwa 400 bis 500°C
vergasen auch die festen organischen Bestandteile und verbinden sich mit Luftsauerstoff überwiegend zu Kohlenmonoxid.
Vom ursprünglichen Holz ist in diesem Stadium nur noch Holzkohle übrig.

In der dritten Phase, der eigentlichen Verbrennung, reagieren die in den ersten beiden Phasen gebildeten Gase mit zusätzlichem Luftsauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Auch übrig gebliebene Holzkohle verbrennt mit der Zeit im Glutbett vollständig.

Als einziger Verbrennungsrückstand bleibt Asche übrig. Die einzelnen Phasen der Verbrennung lassen sich am offenen Feuer sehr gut betrachten.